Home
email an Cefamadar-Service
English

Gewichtsprobleme

Die richtige Ernährung

Die richtige Ernährung

59Ich habe schon viele Diäten hinter mir und wiege danach mehr als zuvor. Was mache ich falsch?
So seltsam es sich anhört: Sie haben bei all Ihren Diäten zu schnell abgenommen. Wenn der Körper extrem wenig Energie zur Verfügung gestellt bekommt (und das ist bei Crash-Diäten regelmäßig der Fall), schaltet er auf Sparflamme. Ist die Diät beendet, nehmen Sie schnell wieder zu und wiegen oft mehr als vorher. Zur langfristigen Gewichtsreduktion sind Crash-Diäten mit einer stark eingeschränkten Kalorienzahl also ungeeignet. Langfristigen Erfolg bringt nur eine Ernährungsweise, die zwar energiearm ist, aber gleichzeitig satt macht. So nimmt man zwar langsam ab, dafür aber dauerhaft.

60Was versteht man unter Jojo-Effekt?
Darunter verstehen Ernährungsfachleute den Effekt, daß nach extremen Diäten mit stark reduzierter Kalorienzahl oft das Gegenteil von dem eintritt, was die Diät eigentlich bringen sollte - nämlich eine Erhöhung des Körpergewichts.

61Wie kommt der Jojo-Effekt zustande?
Als Antwort auf eine stark eingeschränkte Kalorienzufuhr, sprich eine Diät mit extrem wenig Kalorien, schaltet der Organismus auf Sparflamme und schraubt seinen Grundumsatz zurück. Das bedeutet, daß der Stoffwechsel ab sofort mit weniger Energie auskommt als zuvor. Das Problem: Ist die Diät vorbei, bleibt der Grundumsatz auf dem niedrigen Niveau stehen. Der Körper merkt nicht, daß die "Notzeiten" vorbei sind. Das hat leider zur Folge, daß man besonders schnell an Gewicht zunimmt, wenn man wieder "normal" ißt wie vor der Diät. Dauerhaft zur Gewichtsreduktion geeignet sind also nur solche Ernährungsformen, die es schaffen, den Jojo-Effekt auszutricksen.

62Mir schwirrt schon der Kopf von den vielen Diäten, die überall propagiert werden. Welche ist denn nun die beste?
Die beste Diät ist eine, die eigentlich gar keine ist. Ideal zum dauerhaften Abnehmen ist eine Ernährungsweise, die folgenden Prinzipien folgt: erstens fettarm, zweitens reich an Ballaststoffen sowie Mikronährstoffen (z. B. Vitaminen und Spurenelementen) und drittens freizügig in Sachen Kohlenhydrate. Das letztgenannte Prinzip ist relativ neu und trägt der Erkenntnis Rechnung, daß Kohlenhydrate (vor allem komplexe Kohlenhydrate, wie sie in Kartoffeln, Nudeln, Reis oder Brot vorkommen) kaum in Fettpölsterchen umgewandelt werden. Erst wenn man riesige Mengen davon ißt - beispielsweise 3 kg Nudeln - kann der Körper daraus Fett bilden. Kohlenhydrate sind also alles andere als Dickmacher. Zudem haben Sie noch einen nützlichen Nebeneffekt: Sie machen angenehm satt. Langen Sie bei Kartoffeln & Co. also ruhig kräftig zu.

zum Seitenanfang

63Worauf sollte man bei einer Reduktionskost achten?
Vor allem darauf, dass man nicht übereifrig wird und - so seltsam es klingt - nicht zu schnell abnimmt. Denn nur wer langsam und dauerhaft abnimmt, hat gute Chancen, den leidigen Jojo- Effekt zu umgehen. Weiterer Vorteil: Man braucht nicht zu hungern, sondern kann sich beim Abnehmen angenehm satt essen. Besonders wichtig für Figurbewußte und erst recht für Abnehmwillige ist es, beim Essen mit Fett zu geizen (achten Sie dabei auch auf die versteckten Fette in Wurst, Kuchen und Schokolade), den Fett macht im wahrsten Sinne des Wortes fett.

64Meine Freundin schwört auf eine Blitzdiät, um schnell zwischendurch einmal Pfunde zu verlieren. Hat sie recht?
Ihre Freundin hat insofern recht, als man mit Blitzdiäten tatsächlich "zwischendurch mal ein paar Pölsterchen loswerden kann". Aber wie gesagt: nur zwischendurch. Denn ehe man sich versieht, sind die Pfunde wieder drauf und haben meist noch Gesellschaft in Form weiterer Pölsterchen mitgebracht. Der Körper bereitet sich nämlich nach der Crash-Abspeckkur auf die nächste zu erwartende Hungerzeit vor und hamstert Fett auf Vorrat. Von Crash-Diäten ist deshalb dringend abraten!

65Warum sind Ballaststoffe so wichtig für den Erfolg einer Reduktionsdiät?
Ballaststoffe, die vor allem in Vollkornprodukten enthalten sind, sind deshalb so erfolgreiche Schlankmacher, weil sie sättigen und so gut wie keine Kalorien haben. Ein angenehmer Nebeneffekt besteht darin, daß Ballaststoffe gleichzeitig den Darm in Schwung bringen. Auch das kann beim Abnehmen helfen und macht fit und leistungsfähig.

66Welche Lebensmittel sind besonders zu empfehlen?
Empfehlenswerte Lebensmittel zum Abnehmen, aber auch ganz allgemein zum fit und gesund bleiben sind neben Obst und Gemüse Naturreis, Vollkornbrot, Vollkornnudeln, Hülsenfrüchte und zukkerfreie Müslis. Von all diesen Dingen können Sie essen, soviel Sie mögen. Weiterhin empfehlenswert sind fettarme Fleischsorten, magere Fische wie Kabeljau, Schellfisch, Scholle, Hecht, Forelle oder Seelachs (fettreiche Fische wie Lachs oder Thunfisch sollten Sie dennoch ein- bis zweimal pro Woche in Maßen verzehren, weil diese Fische besonders wertvolles Fett enthalten), fettarme Käsesorten sowie Milch und Milchprodukte mit einem Fettgehalt von maximal 1,5 %.

67Was macht eher dick – Fett oder Zucker?
Das Fett. Betrachtet man den reinen Kaloriengehalt, so kann der Körper aus einem Gramm Fett neun Kilokalorien, aus einem Gramm Kohlenhydraten dagegen nur vier Kilokalorien nutzen. Kohlenhydrate sind also - früheren Annahmen zum Trotz - alles andere als Dickmacher. Es wird empfohlen, dem Körper mehr als die Hälfte der Gesamtenergie in Form von Kohlenhydraten zuzuführen. Doch Achtung: Kohlenhydrate sind nicht gleich Kohlenhydrate. Besonders empfehlenswert sind komplexe Kohlenhydrate, wie sie etwa in Vollkornnudeln, Vollkornbrot und Pellkartoffeln enthalten sind. Bei diesen Lebensmitteln dürfen Sie nach Herzenslust zulangen! Reiner Zucker oder reichlich gezuckerte Speisen sollten Sie dagegen mit Vorsicht genießen, denn sie sind sehr energiereich. Schon ein gehäufter Eßlöffel von Haushaltszucker enthält so viele Kalorien wie ein mittelgroßer Apfel. Zuckerhaltige Speisen machen zudem schnell wieder hungrig.

zum Seitenanfang

68Ich habe gehört, daß es wichtig ist, reichlich zu trinken, wenn man abnehmen will. Stimmt das?
Ja, das ist ganz entscheidend. Ohne reichliches Trinken ist langfristiges Abnehmen fast unmöglich. Der Grund: Der Körper scheidet beim Abnehmen - vor allem in der ersten Wochen - vermehrt Wasser aus. Sie müssen deshalb reichlich trinken, um den Verlust auszugleichen. Doch das ist noch nicht alles: Beim Abbau von Fettgewebe entstehen im Stoffwechsel Abfallprodukte, sogenannte Ketonkörper, die aus dem Körper ausgeschwemmt werden müssen. Und das geht nun einmal nur, wenn man reichlich trinkt. Zwei bis drei Liter Flüssigkeit pro Tag sind Pflicht!

69Welche Getränke sind besonders geeignet?
Besonders geeignet sind kalorienfreie Getränke wie Mineralwässer, möglichst ungesüßte oder zumindest schwach gesüßte Früchte- oder Kräutertees. Tip: Mineralwässer mit Kohlensäure sind zum Abnehmen besonders geeignet. Die Kohlensäure füllt den Magen nämlich zusätzlich und dämpft das Hungergefühl.

70Darf ich beim Abnehmen Alkohol trinken?
Nein, Alkohol ist der Erzfeind jedes Abnehmwilligen. Er liefert zu viele flüssige, leicht verwertbare Kalorien und enthält beinahe soviel Energie wie Fett. Alkohol hat die unangenehme Eigenschaft, den Blutzuckerspiegel in die Höhe schnellen und umgehend wieder absinken zu lassen. Das hat zur Folge, dass Sie schnell wieder Hunger bekommen! Ein weiteres Problem: Alkohol hemmt den Fettabbau im Körper. Wenn Sie also größere Mengen Alkoholika zu einer Mahlzeit trinken, jubeln Ihre Fettpölsterchen. Schaffen Sie es partout nicht, ganz auf Alkoholisches zu verzichten, reduzieren Sie Ihren Konsum zumindest auf ein Glas Wein an ein bis zwei Tagen pro Woche.

71Mein Arzt sagt, dass auch die richtige Esskultur beim Abnehmen hilft. Was meint er damit?
Ihr Arzt deutet damit an, dass Übergewicht oftmals auch durch falsche Verhaltensweisen beim Essen (mit)verursacht wird. Vor allem hastiges, schnelles Essen und Essen "nebenbei" spielen hier eine unrühmliche Rolle. Durch eine Änderung dieser falschen Verhaltensweisen können Sie Ihre Gewichtsreduktion unterstützen. Sie werden schneller satt, essen weniger und das Essen bekommt Ihnen besser. Und so sieht eine vernünftige Eßkultur aus: Lassen Sie Essen in Ihrem hektischen Leben wieder zu einer Oase der Ruhe werden. Planen Sie genug Zeit für das Essen ein - mindestens eine halbe Stunde. Richten Sie die Speisen appetitlich an. Essen Sie langsam, mit Freude, in behaglicher Umgebung und mit Muße (Fernseher und Buch aus dem Eßzimmer verbannen). Nehmen Sie nur kleine Bissen in den Mund, kauen Sie sorgfältig und speicheln Sie gut ein. Essen Sie abends nicht zu reichlich und nicht zu spät und trinken Sie ausreichend!

72Wie verhalte ich mich bei Einladungen und Parties?
Festlichkeiten sind manchmal ein Problem für Abnehmwillige - aber ein Problem, das Sie lösen können. Am einfachsten geht es bei Restaurantbesuchen. Bestellen Sie einfach möglichst fettarme Gerichte - kommentarlos und ohne Ihren Tischnachbarn mit Vorträgen über Kalorien zu nerven. Ist der Griff nach kalorienarmen Speisen nicht möglich (etwa bei Einladungen mit fester Menüfolge), versuchen Sie zumindest, vor der Hauptmahlzeit einen Salat oder ein Obstdessert zu essen. Dann ist der erste Hunger bereits gestillt. Gönnen Sie sich jetzt ruhig eine kleine Portion der Hauptmahlzeit. Essen Sie ohne Reue und mit Genuß. Wenn Sie jetzt noch reichlich kalorienarme Getränke zu sich nehmen, werden Sie problemlos satt, ohne Ihren Abnehmvorsatz zu beeinträchtigen.

weiterzum Seitenanfangzurück

Verringert die Esslust
Madar
 

© Cefak KG, D-87403 Kempten/Germany